Vergesellschaftung,
Böcke mit Böcken
Leider wird in der Literatur immer noch das Gerücht verbreitet, dass sich 2
Meerschweinchen - Böcke untereinander nicht vertragen .
Dagegen steht die Tatsache, das manche Halter / Züchter ganze Böcke - Rudel
erfolgreich zusammen halten !
Wer 2 Böckchen vergesellschaften möchte, sollte folgende Regeln beachten
:
Einer der beiden Böcke darf noch nicht geschlechtsreif
sein, d.h. er sollte 3- 4 (5) Wochen alt sein .
2 Böcke sollten nie getrennt werden, damit sie sich
nicht entfremden .
Keine weiblichen Meerschweinchen im selben Haushalt
beherbergen, ihr Geruch könnte Rivalitätsverhalten auslösen .
Vergesellschaftung mit anderen Tieren: siehe
Zusammenhaltung
Tipp
: Besitzt man bereits einen älteren Bock, zu dem ein Jungbock hinzu
soll, könnte man das ältere Tier mit zum Züchter nehmen und die Verträglichkeit
mit einem gewählten Jungbock gleich vor Ort beobachten . Möchte man sich 2 Jungböcke
anschaffen, könnte man 2 Brüder aus einem Wurf nehmen, da sich diese bereits
kennen . Das natürliche Rivalitätsverhalten wird durch eine Kastration nicht
ausgeschaltet, die Böcke können im Wesen ruhiger werden , auch im Verhalten
Weibchen gegenüber, jedoch wird ihr Kampfgeist gegen andere Böcke kaum gebremst
. In seltenen Fällen kann es mal vorkommen, das man 2 Jungböckchen gekauft hat,
die sich beide als recht dominant entwickeln , d.h. das sich keiner dieser beiden
dem anderen unterordnen möchte . Anfangs vertragen sie sich noch gut, jedoch
ab Eintreten der Geschlechtsreife werden Machtkämpfe immer häufiger und mit
zunehmendem Alter immer heftiger , bis hin zu blutigen Verletzungen . In solchen
Fällen hilft leider nur noch die Trennung . Man sollte dann überlegen, ob man
beide kastrieren lässt, um jedem 1 Weibchen zur Gesellschaft zu geben .
Verschicken,
Auf das Versenden von Meerschweinchen zwecks Besitzerwechsel etc. sollte
nach Möglichkeit verzichtet werden.
Längerer Transport stellt für Meerschweinchen einen sehr großen Stressfaktor
dar und man kann als Tierhalter auch nicht kontrollieren welchen Klimaverhältnissen
die Tiere unterwegs ausgesetzt sind. Einzeltiere sollten schon gar nicht verschickt
werden, wenn dann grundsätzlich mindestens zu zweit. Bei Tierkauf aus der Ferne,
weiß der künftige Neubesitzer vorher nicht, ob die Tiere tatsächlich gesund
sind und ob sie überhaupt seinen Vorstellungen entsprechen. Aus beiden Gründen
sind Neubesitzer schon sehr oft maßlos enttäuscht worden. Es gibt Speditionen,
die sich auf reinen Tiertransport spezialisiert haben und die sogar teils über
klimatisierte Frachträume ihrer Fahrzeuge verfügen. Vergleiche sollte man sich
deshalb im Bedarfsfall auf jeden Fall einholen. Verschickt man Tiere per Bahn,
können sie nach Ankunft vom Neubesitzer sofort wieder in Empfang genommen werden.
In Flugzeugen werden die Tiere in speziellen druckausgleichenden Frachträumen
transportiert, jedoch befördern nicht alle Fluggesellschaften Kleinnager.
| Autorin: Thea PAAR MFD BD e.V. E-Mail: the roots@gmx.de |
![]() |
| Copyright (C) Thea Paar. Alle Rechte vorbehalten. Aktualisiert: 2002-04-26 |