Tan siehe auch Fox

Farbformel eines Black – Tans : 

Farbformel eines Lilac – Tans :            

Farbformel eines Chocolate – Tans : 

Farbformel eines Beige – Tans : 

At At BB CC EE PP SS rn rn

At At BB CC EE p p SS rn rn

At At b b CC EE PP SS rn rn

At At b b CC EE p p SS rn rn

Der tan- Faktor gilt als die jüngste Mutation unter den Fellfarben der Meerschweinchen.
1998 wurden diese Tiere von einer Schweizer Züchterin auf einer Show der Schweizer Meerschweinchenfreunde erstmals  präsentiert und gelangten kurz danach auch nach England.
Es handelt sich dabei um eine Mutation des Agouti- Faktors, der sich At schreibt.
Dieses Gen verhält sich rezessiv gegenüber A (Agouti) und Ar  (Solid-Agouti) und dominant gegenüber a (Nonagouti).
Längst bekannt ist dieser Faktor auch bei anderen Tierarten, z.B. dem Lohkaninchen.
Bei den „Tans“ fehlt im Gegensatz zu den normalen Agoutis die rote oder weiße Deckfarbe und das Ticking völlig. Die Körperbehaarung zeigt stattdessen nur eine Farbe aus der schwarzen Farbreihe. Die Bauchfarbe zeigt rotes Pigment, allerdings ist der Bauchstreifen wesentlich breiter als bei Agoutis und zeigt sich auch noch in Seitenansicht des Tieres.In rotem Pigment gefärbt sind auch die Augenumrandungen, die Nase,
Kinnunterseite, Brust, Ohrinnenseite und die Innenseiten der Beine. An den Bauchseiten und entlang der Flanken zeigen sich im schwarz pigmentierten Fell ganz diffus verteilt getippte Haare. Diese getippten Haare zeigen am Haaransatz schwarzes Pigment und an seinen Spitzen rotes.
Das „Black- Tan“ entspricht von seinen Farben her dem Goldagouti. Die Deckfarbe ist schwarz, Unterfarbe sollte der Deckfarbe so gut wie möglich angeglichen sein. Die Bauchfarbe ist rot. Die Augenfarbe entspricht denen der Agoutis.
Tans lassen sich genauso wie die Agoutis in allen Farben züchten. Entsprechend den vorhandenen schwarz- und rot verändernden Faktoren gestaltet sich die jeweilige Deck- und Bauchfarbe.
In England werden Tans in Schwarz, Schokolade, Lilac und Beige gezüchtet. Beim Lilac-Tan oder Beige- Tan ist die Bauchfarbe nicht mehr rot, sondern golden, bedingt durch die Anwesenheit des Pinkeyefaktors (pp). Durch Anwesenheit des Chinchillafaktors (cr cr) verändert sich die Bauchfarbe von rot zu weiß. Solche Tiere mit weißem Bauch werden „Fox“ genannt.

Teddy

Teddys stammen ursprünglich aus USA.
Ihre Fellstruktur ist ursprünglich eine Mutation aus Glatthaartieren gewesen.Sie haben kurzes, gekräuseltes, ringsum abstehendes Fell ähnlich dem Rex- Meerschweinchen, allerdings durch einen eigenen Faktor verursacht, den man das Fuzzy- Gen nennt. Das Fuzzy- Gen ist rezessiv gegenüber Glatthaar.Teddys haben im Gegensatz zu Rexen fast glatt behaarte Bäuche und i.d.R. ein dichteres etwas kürzeres Fell, welches ihnen ein plüschiges Aussehen verleiht. Teddys werden auch in Satin gezüchtet. Diese Rasse aus USA trägt die genauere Bezeichnung „US-Teddy“, um ihn besser von dem gleichnamigen „Schweizer Teddy“ auseinander halten zu können.

Der CH-Teddy ist ebenfalls ein Tier mit einem rezessiven Kraushaarfaktor, der wiederum einer vollständig eigenen Mutation entstammt und in der Schweiz in halblanger Behaarung (Felllänge ca. 6cm) gezüchtet wird
Abb.: CH Teddy lilac (Langhaarfaktor bei diesem Tier noch nicht ganz durchgezüchtet)

Texel

Diese Langhaarrasse wurde ursprünglich aus Rex und Sheltie gezüchtet. Die Gesichtsbehaarung ist kurz und kraus, das Fell liegt nicht an.Texel haben wellige, längere Backenbärte. Die Körperbehaarung ist lang, gelockt und frei von Wirbelbildungen. Ihre Bauchbehaarung zeigt ebenfalls Locken. Für die Qualität dieser Rasse ist u.a. die Dichte ihres Felles und insbesondere die Spannkraft ihrer Locken entscheidend. Fehlende Elastizität zeigt sich darin, dass die Haare an Locken vermissen lassen und stattdessen nur eine wellige Haarstruktur zeigen. Die Lockenqualität lässt sich am besten an der Bauchlockung erkennen, besonders wenn man Jungtiere danach selektieren möchte, welche unter ihnen für die Weiterzucht in Frage kommen. Je fester die Bauchlöckchen gedreht sind, umso vielversprechender  entwickelt sich auch die lange Körperbehaarung. Die Lockenqualität vererbt sich, weshalb man bereits bei Anschaffung  von Zuchttieren auf eine gute Lockung achten sollte. Man sieht Texel mit großen als auch mit kleinen, fast spiralförmig, gedrehten Locken. Welche man sich unter ihnen beim Kauf auswählt bleibt Geschmacksache.

Abb.: Texel / Foto: S.Geise

Tortoiseshell
englische Bezeichnung für schildpatt

Tschudi - Meerschweinchen Wildmeerschweinchen

 


 
Autorin:
Thea PAAR   MFD BD e.V.
E-Mail: the roots@gmx.de
Copyright (C) Thea Paar. Alle Rechte vorbehalten.
Aktualisiert: 2002-04-26