Kaiserschnitt,
Wenn ein Kaiserschnitt erfolgen soll, dann muß es rechtzeitig getan werden!
Je länger die Sau von Beginn der Geburt an warten muß, um so geringer sind die
Überlebenschancen von ihr und den Babys. Wenn die Babys tot sind, ist die Prognose
für die Mutter schlecht. Soweit (5 Fälle) starben keine Säue bei der Operation
selbst, wenn dann gewöhn-lich erst 2 - 48 Std. später, durch Schock, Toxikose
etc. Es ist wahrscheinlich vergeblich zu operieren, wenn das Werfen bereits
mehr als 24 Std. erfolglos geblieben ist. Meinem Eindruck nach zu urteilen,
liegen die Gründe für das Müttersterben nach operativen Eingriffen meist in
einer Trächtigkeitstoxikose. Dieser Zustand tritt jedesmal auf, wenn ein trächtiges
Tier gestreßt ist und dadurch seine Nahrungsaufnahme reduziert. Dies kommt gewöhnlich
bei Geburtsstörungen vor.
· Mangel an Gebärmutterkontraktionen bei Wurfbeginn (= Wehenschwäche bzw. Gebärmutterträgheit)
· Falsche Lage des Babys
· Versagen der Gebärmutterausdehnung
· andere, weniger häufige Faktoren sind Beckenanomalien (Fehlkonstruktion)
Kannibalismus,
Gelegentlich kommt es vor, daß neugeborene Babys nach Geburt von ihren Müttern
angefressen oder aufgefressen werden. I.d.R. ist dies nur der Fall, wenn das
Muttertier spürt, das es sich um nicht lebensfähige Jungtiere handelt. Seltener
sind die Fälle, wo Mütter nach einer sehr schweren und schmerzhaften Geburt
Aggressionen entwickeln, die sich auch gegen die eigenen Jungen richten, wobei
das normale Fürsorgeverhalten völlig fehlt.
Wird Kannibalismus bei einem Muttertier zur Gewohnheit, sollte sie aus der Zucht
ausgeschlossen werden.
| Autorin: Thea PAAR MFD BD e.V. E-Mail: the roots@gmx.de Co-Autorin: Dr.vet.med. Nicole JENTZSCH |
![]() ![]() |
| Copyright (C) Thea Paar. Alle Rechte vorbehalten. Aktualisiert: 2002-02-20 |