Wachstumsstörungen,
•  Wachstumsstörungen der Jungtiere treten häufig bei Infektionen auf, die nicht unbedingt immer gleich bemerkt werden, oft aus Mangel an    sichtbaren Symptomen.
•  Auch wenn Jungtiere mit Medikamenten behandelt werden müssen, kann sie dies in ihrer Entwicklung vorübergehend zurück werfen. Sobald    die Ursache (Krankheit, Ende der Behandlung) behoben ist, nehmen die Jungtiere wieder an Gewicht + Größe zu.
•  Angeborene Organschäden (z.B. Herzfehler, Störung der Nebennieren oder Organ-Mißbildungen), besonders auch bei Fehlfunktionen der    hormonproduzierenden Drüsen (z.B. Schilddrüse, Hirnanhangdrüse) können eine Ursache sein.
•  Weitere mögliche Ursachen sind: Mangel an bestimmten Aminosäuren, Mineralien, Spurenelementen oder Vitaminen ...siehe dazu unter    Ernährung)
•  Fehlender Saugtrieb, fehlende Schneidezähne (oder andere Kiefer-/ Gaumenfehlentwicklungen), können zu Entwicklungsstörungen führen,    wenn sie unentdeckt bleiben. Leider ist die genaue Ursache nicht immer zu ergründen und die Jungen mit Wachstumsstörungen zeigen sich    trotzdem oft lebenslustig und ganz normal im Verhalten.
Erfahrungsbericht zum Thema:
1.) Eines meiner Jungtiere, welches völlig gesund aussah, gut fraß und sich anfangs normal zu entwickeln schien, stagnierte mit seinem Wachstum auf der Größe eines 6-wöchigen Jungtieres und starb ohne Symptome urplötzlich im Alter von 3 Monaten. Ursache unbekannt.
2.) Mir wurde ein fast totes, neugeborenes Böckchen gebracht ( 24 Std. alt, bis dato noch ohne jegliche Flüssigkeitszufuhr), der von seiner viel zu jungen Mutter nicht angenommen worden war. Wir nannten ihn "Krümel". Krümel zeigte deutliche Wachstumsverzögerungen, vermutlich weil er während der Handaufzuchtsphase schon gleich zu Beginn unter Verdauungsstörungen, Blausucht + Blähbauch litt (Kot in Kette aneinanderhängend),1x eine Blasenentzündung durchmachen mußte (mit Antibiotika behandelt) und mit dem Blähbauch auch noch etwas länger zu kämpfen hatte. Im Alter von 4 Wochen wog er 170g (Geburtsgewicht 88g). Er überstand genannte Erkrankungen gut, begann danach etwas langsamer als normal, aber stetig zu wachsen und zuzunehmen, war sehr lebhaft und wir dachten, er sei über den Berg. Im Alter von ca. 3 Monaten starb er -für uns alle unerwartet- urplötzlich über Nacht ohne vorherige Symptome. Eine Obduktion ergab keinerlei Befund. Es hieß, er wäre organisch völlig gesund gewesen.

Wehenschwäche,
Mögliche Ursachen einer Wehenschwäche sind Beckenanomalien, unzureichend weitgestellte Geburtswege, Gebärmutterüberdehnung, Übergewicht und Hindernisse (falsche Lage der Babys, mißgebildete Babys, tote starre Babys, Riesenbabys), welche die Austreibung erschweren, so daß die Wehen übergangen werden und Ermüdung eintritt. Kalziummangel kann eine Wehenschwäche bedingen, da es bei den Wehen für die Muskelarbeit benötigt wird. Es handelt bei der Wehenschwäche um eine lebensbedrohliche Komplikation, sollte die Geburt deshalb ausbleiben. Lebende Junge können absterben und nach 6 - 12 Std. kann ein Zersetzungsprozeß eintreten.Weiterhin besteht durch den lange geöffneten Muttermund die Gefahr einer Sepsis. Demzufolge sofort zum Tierarzt !

Weibchen,


 
Autorin:
Thea PAAR   MFD BD e.V.
E-Mail: the roots@gmx.de
Co-Autorin: Dr.vet.med. Nicole JENTZSCH
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Aktualisiert: 2002-02-20