BALDWINS - NACKTMEERSCHWEINCHEN

Woher kommen Baldwins?
Das Baldwin-Meerschweinchen ist ein haarloses Meerschweinchen, welches erstmalig 1994 in San Diego, Californien, in der Gruppe von Carol Miller´s weißen Crested auftrat.
Diese haarlose Mutation entstand bei der Verpaarung von 2 Gold-Solid-Weiß-Crested Meerschweinchen.

Wie kommen sie auf die Welt?
Die Jungen wurden wie alle Meerschweinchen geboren, mit Haaren, offenen Augen und voll entwickelt. Innerhalb einer Woche begannen 2 Junge zuerst die Haare rund um die Augen und Nasen zu verlieren und dann immer schneller fortschreitend den Rücken entlang bis die Haare vollkommen weg waren. Sie wurden nackt "bald".
Während die Baldwin-Jungen heranwuchsen und gediehen und es sich abzeichnete, dass die Haare nicht mehr wiederkommen würden, fasste man den Entschluß, die Elterntiere noch einmal zu verpaaren. Das Resultat waren mehr Baldwins.

Wie sehen Baldwins aus?
Diese einheitlichen Tiere sind recht hübsch und haben eine bestechende Persönlichkeit.
Sie besitzen Falten auf Ihrem Kopf, dort wo die "Krone" der Crested einmal war, Runzeln und Falten entlang der Schulter und ihren Füßen und sind glatt entlang des Rumpfes.
Ihre Ohren sind auffallend, wohlgestaltet und hängend in rosa Farbe.
Die Haut hat eine gummiartige Beschaffenheit, welche man in Falten legen kann.
Sie sind vollkommen haarlos, bis auf ein paar spärliche Barthaare am Kinn und eine kleine Anzahl von Haaren auf den Füßen in der Höhe der Sprunggelenke, welche man zu eliminieren versucht.

Haben Baldwins spezielle Bedürfnisse?
Man muß bedenken, dass Baldwins in erster Linie Meerschweinchen und erst in zweiter Linie haarlos sind.
Grundsätzlich gibt es mehr Ähnlichkeiten als Unterschiede zwischen einem behaarten Meerschweinchen und einem Baldwin.
Es scheint, dass Baldwins einen höheren Stoffwechsel haben als behaarte Meeris, sie fressen und trinken mehr und sind wesentlich aktiver. Auf diese Weise produzieren sie Wärme, um sich selber warm zu halten. Das führt dazu, dass die Käfige öfter gereinigt werden müssen.
Wegen der Fähigkeit, die Wärme selber zu produzieren, ist alles was die Baldwins benötigen, um sie vor Erkältungen zu schützen, eine kleine Box um sich darin zu verkriechen. Sie erwärmen sie selber und haben auf diesem Weg Temperaturen von knapp 40 C° toleriert.
Baldwins verlangen regelmäßige Bäder, unter Benützung eines Gesichtsreinigers oder Peelings.
Sie benötigen keine Feuchtigkeitscremes oder Öle auf der Haut, da sie diese selber ausreichend produzieren.

Mythen und Fakten rund um Baldwins

Mythos: Es schein ein Lethalgen in der Zucht von Baldwins aufzutreten.
Fakt: Kein Lethalgen ist bis dato aufgetreten. Man hat erfolgreich Trägertiere von Baldwin-Genen mit Baldwins und Baldwins mit Baldwins verpaart und bekam widerstandsfähige und gesunde Würfe.

Mythos: Die Haut der Baldwins erfordert Einölung um sie vor Austrocknung und Rissen zu schützen.
Fakt: Die Haut der Baldwins produziert, genau so wie die menschliche, ihr eigenes Öl und ausreichend Feuchtigkeit. Die Tiere profitieren von gelegentlichen Bädern mit Gesichtsreinigern oder Peelings, aber es ist keine Feuchtigkeitscreme erforderlich.

Mythos: Baldwins sind nur für Ausstellungen geeignet, welche in wärmerer Umgebung abgehalten werden, um sie nicht einer Erkältung auszusetzen.
Fakt: Baldwins ertragen niedrige Temperaturen sehr gut, vorausgesetzt, es steht ihnen eine kleine Box zur Verfügung in die sie sich zurückziehen können. Sie erwärmen ihre Box ausreichend um sich wohl zu fühlen und gesund zu bleiben.
Bei Wind oder extremen Wetterverhältnissen sollten sie genauso wie Meeris mit Haaren geschützt werden.
[Übersetzung aus dem Englischen von Gaby Gotschke]


Es sind eigenwillig anmutende Geschöpfe, die mir beim ersten Anblick eine Gänsehaut verursachten
Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, bezweifle allerdings die Sinnhaftigkeit der gewollten Weiterzucht dieser Mutation.
In einigen Berichten wurde bestätigt, dass diese Nackt-Meerschweinchen einen ausgeprägten Charakter haben und nicht mit den herkömmlichen Rassen verglichen werden können.

Wer mehr über diese "Nackerbazeln" wissen möchte, nachfolgend 2 Interessante Seiten im Internet.

http://www.geocities.com/sscavies/feeding.html
http://www.geocities.com/petsburgh/zoo/6300/

Gaby Gotschke

Baldwin

 

 

 
Autor:
Gaby GOTSCHKE  Präsidentin der MFiÖ W6
E-Mail: g.gotschke@chello.at
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Aktualisiert: 2001-10-01