Nachgeburt, siehe
auch Gebärmutter
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Nachgeburtsblutung,
Meerschweinchen verlieren nach abgeschlossener Geburt i.d.R. nur noch wenige
Trpf. Blut. Nachblutungen halten längstens 1-2 Tage nach Geburt an. Werden länger
anhaltende oder stärkere Blutungen beobachtet, evtl. auch mit Allgemeinstörungen
der Sau einhergehend, sollte man vom Tierarzt Gebärmutterentzündung, zurückgebliebene
Gewebsreste oder Geburtsverletzung etc.ausschließen lassen.
Nachgeburtsverhaltung,
Nachgeburtsverhaltungen kommen bei übergewichtigen Sauen häufiger vor als bei
schlanken Zuchtweibchen. Sollte man bei der Geburt zufällig anwesend sein, ist
es ratsam gleich mitzuzählen, ob pro Baby auch eine Placenta ausgestoßen wurde.
War man bei Geburt nicht anwesend, muß man sich auf die wenigen Anzeichen stützen,
mit denen die Sau ihr Unwohlsein aufgrund einer Nachgeburtsverhaltung nach einer
Geburt ausdrückt. Anzeichen: Die Geburt kann völlig normal verlaufen sein, trotzdem
ist die Mutter nachher kaum am Fressen oder an ihren Babys interessiert, liegt
stattdessen viel in verschiedenen Ecken herum, wechselt häufiger die Seiten
auf denen sie liegt, man kann u.U. auch beobachten , das sie versucht, sich
mit einem Hinterbein immer wieder in ihren Bauch zu treten, als ob sie versuchen
wollte die festsitzende Placenta dadurch loszuwerden. Die Nachblutungen sind
verstärkt und bestehen länger als normal. Insgesamt macht die Sau einen recht
bedrückten Eindruck. Wird die festsitzende Placenta nach 1 -2 Std. noch nicht
ausgestoßen, sollte man möglichst schnell zum Tierarzt gehen und von ihm Wehenmittel
und Calcium (Calcium unterstützt die Wehenfunktion) verabreichen lassen. Je
länger die Geburt bereits zurück liegt, um so weniger effektiv schlagen Wehenmittel
noch an, sodaß manchmal auch eine operative Ausräumung unter Antibiotikaschutz
erforderlich werden kann. Alternative: Auch "Küchenschelle" zusammen mit "Frauenwurzel"
in homöopathischer Aufbereitung und in bestimmter Potenz - nach strengen Anweisungen
eines Heilpraktikers für Tiere verabreicht, zeigen recht gute Erfolge. Die Placenta
muß spätestens nach 12Std. draußen sein, sonst besteht Lebensgefahr durch einsetzende
Fäulnis!
Nachwuchs,
Die meisten Weibchen bekommen in 1 Wurf 2- 4 Junge. Seltener sind Einlingsgeburten
oder 5-6 Junge oder mehr pro Wurf. Der bisher größte Wurf, von dem mir bisher
berichtet wurde, war ein 10er-Wurf (5 daraus überlebten!). In großen Würfen
überleben selten alle Junge.
Neonataler Tod,
Damit sind jene Babys gemeint, die zum korrekten Geburtstermin geboren wurden
und nach wenigen Tagen sterben.
Mögliche Ursachen: Herzfehler - oder andere Organmißbildungen , Lungenschäden
aufgrund verschluckten Fruchtwassers, Infektionen (diaplazentar oder später
erworbene), fehlender Saugtrieb (sekundär, falls nicht erkannt), Hirnschäden
(durch Sauerstoffmangel) aufgrund erschwerter Geburtsbedingungen mit neurologischen
Ausfallserscheinungen (Koordinationsstörungen, Trinkschwäche).
Nestflüchter,
Alle Nestflüchter kommen gut entwickelt zur Welt, mit der Fähigkeit ihre Geburtsstätte
recht früh zu verlassen.
Auch die Meerschweinchen gehören zu den Nestflüchtern und sind nach Geburt schon
recht selbständig. Je nachdem wie fit bzw. wie groß und kräftig die Kleinen
nach Geburt sind, machen sie noch am selben Tag erste Erkundungsgänge durch
den Käfig oder versuchen Heu und anderes Futter aufzunehmen. Siehe hierzu auch
Aufzucht Jungtiere und Geburt.
| Autorin: Thea PAAR MFD BD e.V. E-Mail: the roots@gmx.de Co-Autorin: Dr.vet.med. Nicole JENTZSCH |
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